arrow_backAktuelles anzeigen

Stoffaufrolle.de: vom stationären Verkauf auf deutschen Stoffmärkten

zum erfolgreichen internationalen Online-Business

17-06-21

Von Eva Rouwenhorst

Tim Dekkers und Thijs Overbeek betreiben gemeinsam den Onlineshop Stoffennaien.nl und das deutsche Pendant Stoffaufrolle.de. Das Duo verkaufte zunächst auf deutschen Stoffmärkten ein breit gefächertes Stoffsortiment, verlagerte aufgrund der Corona-Maßnahmen das Geschäft nun jedoch früher als geplant ins Internet. Tims Opa stand schon früher auf Stoffmärkten und übergab das Gewerbe an Tims Vater. Jetzt hat Tim selbst das Ruder übernommen und wir sind gespannt, wie er und sein Kompagnon Thijs das Onlinegeschäft finden. Wie war es, den Schritt ins Onlinegeschäft zu wagen? Wie legen Tim und Thijs ihr Produktangebot fest? Und wie hilft ihnen die Software von CCV Shop bei ihrem Onlineshop? Lesen Sie die Geschichte, die sich hinter diesen Fragen verbirgt.

Stoffaufrolle

Sie betreiben den Onlineshop Stoffeaufrolle.de und verkaufen dort allerlei Stoffe und Kurzwaren. Soweit ich weiß, haben Sie diese Artikel vorher auf Stoffmärkten verkauft. Wie haben Sie die Umstellung auf online geschafft?

Tim: „Stimmt, wir standen erst auf deutschen Stoffmärkten, unter anderem in Berlin, München, Hamburg und Hannover. Da sind Besucherzahlen von 10.000 pro Tag kein großes Ding, Sie können sich also vorstellen, dass wir immer mehr zu tun hatten. Auf Onlinehandel umzustellen, hatten wir deshalb schon vor, durch die Corona-Maßnahmen hat sich das Ganze lediglich beschleunigt. Der Onlinehandel ist heute sehr wichtig, für uns war es der richtige Zeitpunkt für den Einstieg. Wir haben den Onlineshop direkt sowohl auf Deutsch als auch auf Niederländisch erstellt, so dass wir beide Märkte bedienen können. Nach einem beschaulichen Start schossen die Bestellungen in die Höhe und wir nahmen immer mehr Artikel in unseren Onlineshop auf.“

Die Stoffmärkte in Deutschland sind also sehr beliebt, wenn man sich die Besucherzahlen anschaut. Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, den deutschen Markt zu bedienen?

„Ich komme wirklich aus einer Stoff-Dynastie“, so Tim. „Mein Opa ging schon früher in den Niederlanden auf Stoffmärkte. Er kaufte Stoffe ein, die er dann an seinem Marktstand verkaufte, an dem viele Frauen Schlange standen, die ihre Kleider aus den Stoffen selbst nähen wollten. Mein Opa hat das Metier meinem Vater übergeben, und der hat anschließend die Stoffmärkte in Deutschland abgeklappert. Thijs und ich halfen ihm früher, bis wir beide einen anderen Job fanden. Später wollten wir dann doch etwas anderes mit unserem Leben anfangen und merkten, dass wir das Handeln im Blut hatten. Also beschlossen wir, gemeinsam ein eigenes Stoffgeschäft zu gründen."

Stoffaufrolle

Welche Höhen und Tiefen hatten Sie beim Start Ihres Onlineshops? Haben Sie ausgehend davon Tipps, von denen andere Onlinehändler etwas lernen können?

Thijs: „Wir haben aufgrund des Lockdowns eigentlich genau im richtigen Moment losgelegt. Auf einmal fand fast der gesamte Handel im Internet statt. Um nur ein Highlight zu nennen: Der Verkauf von Gummiband und Baumwolle lief wie geschmiert. Viele Leute wollten sich einen Mundschutz nähen und davon haben wir auf jeden Fall profitiert.“

 

„Ein Aspekt, der etwas schwieriger war in der Anfangszeit, war festzulegen, wie der Onlineshop aussehen sollte und welche Texte wir verwenden. Also wie wir es schaffen, dass der Onlineshop am Ende toll aussieht.“

 

„Schwierig war auch, zu entscheiden, welche Stoffe als Erstes ins Sortiment kommen“, ergänzt Tim. „Dann trifft man manchmal eine Entscheidung, die sich als nicht richtig herausstellt, weil der Verkauf eines bestimmten Stoffs eigentlich rückläufig ist. Aber liegt es dann am Stoff oder an seiner Präsentation? Können wir den Umsatz fördern, indem wir andere Farben, Fotos oder Texte nehmen? Wenn man sich solche Fragen immer wieder stellt und alles immer weiter optimiert, lernt man viel. Mein Tipp für andere Onlinehändler lautet deshalb: Immer wieder ausprobieren und nachbessern.“

Wie regeln Sie den Einkauf und wie bestimmten Sie das Produktangebot? Schauen Sie dabei auch, was die Konkurrenz tut? Und wie heben Sie sich davon ab?

„Wir verfolgen natürlich alle Trends und Entwicklungen bei Stoffen und Textilien“, so Tim. „Ein großer Vorteil ist, dass wir in den Niederlanden wohnen. Die Farben und Muster, die hier gerade Mode sind, sehen wir ein Jahr später in Deutschland aufpoppen. Deshalb sind wir immer gut vorbereitet und wissen genau, welche Stoffe wir unseren deutschen Kund_innen anbieten sollen und welche nicht.“

 

„Außerdem sind wir gerade dabei, eine Instagram-Community aufzubauen. Wir haben mittlerweile fast 3000 Follower und folgen selbst auch unseren Kund_innen. So können wir auch sehen, was gefragt ist.“

Thijs: „Und was die Konkurrenz betrifft, die gibt es bestimmt, allein schon, wenn man sich auf den Stoffmärkten in Deutschland umsieht. Doch auch online wächst die Konkurrenz, da viele auf Onlinehandel umgestellt haben. Natürlich schauen wir, was die Konkurrenz macht, aber doch auch nicht zu viel, weil wir sie nicht unbewusst nachahmen wollen. Wir finden es wichtig, dass wir unser eigenes Ding machen. Wir richten uns mit dem Verkauf von vorwiegend Kinderstoffen an eine bestimmte Zielgruppe, damit heben wir uns schon ganz deutlich ab.“

 

„Außerdem möchten wir unsere Zielgruppe auch gerne inspirieren, darauf wollen wir künftig den Fokus noch stärker richten. Wir möchten den Kund_innen unsere Ware wirklich auf eine andere Weise anbieten. Man sieht zum Beispiel in unserer Branche wenig Videoinhalte, etwas, was wir auf jeden Fall aufgreifen möchten. In einem Video kann man nämlich sehr gut sehen, wie ein Stoff fällt, wie elastisch er ist, wieviel Stretch er hat usw. Damit wollen wir uns in Kürze befassen.“

Welche Marketingkanäle nutzen Sie zur Kundenwerbung und was funktioniert bisher am besten?

Thijs: „Wir haben mit Offline-Kanälen wie Plakatwerbung begonnen, weil wir selbst auch nur offline verkauften. Seit der Onlineshop an den Start ging, verteilen wir auch Flyer und haben ein Gewinnspiel gestartet. Dadurch wurden wir schon bekannter. Außerdem nutzen wir natürlich auch Online-Kanäle. So sind wir auf Instagram und Facebook dabei, unsere Reichweite zu vergrößern. Auch Google darf in dieser Aufzählung nicht fehlen. Wir optimieren unseren Onlineshop permanent für die SEO, um organisch weiter oben in Google angezeigt zu werden, und nutzen auch Google Ads, um unsere Zielgruppe gezielt zu erreichen. Die Frauen in einem kleinen Bergdorf in Deutschland haben nun einmal oft einen anderen Geschmack als Frauen, die in einer deutschen Großstadt wohnen. Mit Ads können wir da perfekt differenzieren.“

Stoffaufrolle

Wie hilft Ihnen die Software von CCV Shop beim Onlineverkauf?

„Ich kannte eure Software bereits, als CCV Shop noch Biedmeer hieß“, erzählt Tim. „Als Junge habe ich schon damals einen Onlineshop mit eurer Plattform erstellt. Für mich war es deshalb nur folgerichtig, meinen eigenen Onlineshop auch mit CCV Shop zu machen. Die Auftrags- und die Lagerverwaltung laufen in der CCV Shop-Software einwandfrei. Das spart uns unheimlich viel Zeit bei der Buchhaltung. Ideal ist auch, dass man gar keine HTML-Kenntnisse benötigt, um den Onlineshop mit CCV Shop zu betreiben. Alles lässt sich niederschwellig einstellen und konzipieren. Man wählt einfach eine Vorlage, gibt Artikel und Produktinformationen sowie Fotos ein und schon ist der Onlineshop so gut wie fertig. Dadurch, dass wir mit CCV Shop arbeiten, können wir uns auf den Verkauf konzentrieren und müssen uns nicht mit Nebensächlichkeiten befassen. Das ganze System ist unheimlich benutzerfreundlich.“

Wenn Sie einmal frei träumen dürften, welchen Zukunftstraum hätten Sie für Ihren Onlineshop?

Thijs: „Wenn ich überlege, wie wir angefangen haben und in welche Richtung wir uns jetzt bewegen, ist mein Traum, online und offline zusammenzuführen. Dass die Kund_innen auf einen Stoffmarkt oder eine Stoffmesse, in ein stationäres Geschäft oder online in unseren Onlineshop gehen können. Wir möchten unseren Kunden gerne auf allen Kanälen alles anbieten können und uns auch damit abheben, dass wir nicht nur Stoffe verkaufen, sondern auch als Inspiration für kreative Nähprojekte dienen.“
 

Cookie Richtlinie

Warum nutzen wir Cookies? Einfach weil sie helfen, die Website nutzbar zu machen und Ihre Browsererfahrung zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Wähle Cookies

Technisch notwendige Cookies sind für den Betrieb der Seite unerlässlich und ermöglichen beispielsweise sicherheitsrelevante Funktionalitäten.

"Persönliche Cookies" enthalten persönliche Informationen für maßgeschneiderte, personalisierte Informationen/L&oouml;sungen. Ja, ich habe die Informationen zu den persönlichen Cookies gelesen und willige in das Setzen der Cookies ein.

Anonyme, analytische Cookies. Ja, ich habe die Informationen zu den anonymen, analytischen Cookies gelesen und willige in das Setzen der Cookies ein.

Akzeptiere alle Cookies
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung