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Ein erfolgreicher Onlineshop: Handgefertigte Gitarrengurte, weltweit verkauft

26-07-2021

Von Eva Rouwenhorst

Cissie Jonker-Goumare betreibt den Onlineshop Overdrive Straps. Aus eigener Leidenschaft für das Gitarrespielen stellte sie verblüfft fest, wie klein das Angebot für Gitarrengurte auf dem Markt war. Gemeinsam mit ihrem Mann Justus wollte sie das ändern, indem sie handgefertigte Gitarrengurte herstellt und online verkauft. Das Ganze wurde schnell ein internationaler Verkaufserfolg. Von Deutschland über Belgien und die Niederlande bis Indonesien und Japan - ihre Straps sind auf der ganzen Welt gefragt. Nicht nur bei anonymen Käufern. Auch weltberühmte Bands wie Queens of the Stone Age, Eagles oder Death Metal und The Smashing Pumpkins besitzen bereits einen echten Overdrive Strap. Wie kam es zu diesem internationalen Erfolg? Und wie fördert die Plattform von CCV Shop den Verkauf?

Erfolgreicher Onlineshop

Ihr verkauft Overdrive Straps, hochwertige handgefertigte Gitarrengurte. Wie seid ihr auf diese ungewöhnliche Idee gekommen? Welche Materialien verwendet ihr für die Gurte?

Cissie: „Mein Mann Justus spielt Schlagzeug, ich spiele Gitarre und wir wollten schon immer etwas mit Musik machen. Bei einem anderen Unternehmen arbeitete ich zufällig bereits mit der Software von CCV Shop und dachte mir: Mit dieser Plattform kann ich auch selber einfach online etwas verkaufen. Bloß was? Es sollte etwas Greifbares, Handgefertigtes sein, das mit Gitarre oder auf jeden Fall mit Musik zu tun hat und das man relativ einfach weltweit verschicken kann. Wir wussten nämlich gleich, dass wir uns nicht nur an den niederländischen Markt richten wollten. Viele Dinge, an die wir dachten, waren zu groß zum Verschicken, zum Beispiel Gitarrentaschen. Als uns wieder einfiel, wie langweilig wir oft das mickrige Angebot an Gitarrengurten im Geschäft fanden, war die Sache klar. Unverwechselbare Gitarrengurte selbst fertigen und verkaufen! Whow, das ist cool!“

Erfolgreicher Onlineshop

„Justus hat Bauingenieur studiert, er kann gut am Computer entwerfen und ist geschickt bei der Arbeit mit den Händen. Er macht die gröberen Arbeiten mit der großen Nähmaschine. Ich selbst kümmere mich mehr um die Feinarbeit und alles, was bei einem Onlineshop noch so anfällt, wie Buchhaltung, Labels und Zoll. Als Material verwenden wir vorwiegend Leder und Autogurte, beides stabil und sehr gut zum Tragen einer Gitarre geeignet. Unsere Kunden können einen Standardgurt bestellen, sie können jedoch auch ganz nach Wunsch etwas zusammenstellen und dabei neben der Farbe und dem Material auch verschiedene Längen aussuchen.“

Erfolgreicher Onlineshop

Wart ihr gespannt, ob es überhaupt eine Nachfrage nach diesem Artikel gibt, oder habt ihr vorher den Markt sondiert oder gar eine Studie erstellt?

Cissie: „In den USA gibt es mehrere schöne Gitarrengurtmarken, aber in Europa eigentlich fast nichts. Wir dachten, wenn wir den Artikel in Europa auf den Markt bringen, können die Leute näher bei sich einkaufen, also lokaler, das ist dann wahrscheinlich eine Marktlücke. Wir haben klein angefangen und am Anfang nicht groß eingekauft. Justus und ich sind alle beide Macher, wir haben ohne großen Plan einfach losgelegt. Allein aus unserer eigenen Überlegung heraus, dass dieser Artikel wohl schon nachgefragt wird, weil wir selbst auch diesen Bedarf hatten.

Ihr seid selbst ziemlich aktiv auf Instagram. Bekommt ihr auch viele Bestellungen über diesen Kanal?

„Viele Leute finden uns über Instagram, ungefähr die Hälfte unserer Kunden. Wir teilen natürlich auch alle Fotos, die wir von unseren Kunden geschickt bekommen“, erzählt Cissie.

 

„Auf Instagram gibt es verschiedene Gitarrengruppen, Communitys, an denen ich allein schon aufgrund meiner eigenen Begeisterung für Musik beteiligt war. Da sieht man viele Leute, die schöne Gitarren haben, mit schönen Accessoires, und die es wirklich toll finden, ein tolles Foto zu machen und auf Instagram zu posten. Am Anfang haben wir unsere Straps genau an diese Leute verkauft. Die haben dann ein Foto davon auf Instagram gepostet, Overdrive Straps getaggt und so wurde unser Kundenkreis immer größer. Wir arbeiten übrigens nicht mit Influencern, denen wir kostenlos Straps geben, damit sie etwas posten. Das ist alles wirklich echt und völlig freiwillig und spontan.

Erfolgreicher Onlineshop

Euer Onlineshop steht in mehreren Sprachen zur Verfügung. Heißt das, dass ihr viele internationale Bestellungen bekommt? Und hattet ihr das erwartet?

Cissie: „Die Nachfrage nach Straps ist weltweit groß, in den Niederlanden selbst ist es gar nicht so wild. Die Zielgruppe war von Anfang an jeder auf Instagram, man hat also schon von Anfang an eine große internationale Zielgruppe. Wir hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass wir fast nur Bestellungen aus dem Ausland bekommen. Von Kunden aus Deutschland, den USA, Belgien und England bis Malaysia und Japan. Hatten wir alles schon.“

„Dass wir viele internationale Bestellungen bekommen, hat vielleicht auch mit dem Preis zu tun, den wir für unsere Straps verlangen. Wir blieben bewusst relativ günstig, damit wir attraktiv sind. Auf jeden Fall nicht teurer als die Konkurrenz. Die Preise anderer Marken für einen Gitarrengurt gefielen uns nicht, wir dachten, das können wir besser und auch schöner. Viele Leute geben für eine schöne Gitarre viel Geld aus, sparen dann aber am Gurt, der aus Plastik oder Kunstleder ist. In letzter Zeit wird es immer cooler, auch Geld für einen schönen Strap auszugeben. Das ist das i-Tüpfelchen, fast sowas wie eine Visitenkarte. Sogar Leute aus den USA kaufen bei uns, weil man unsere Straps selbst zusammenstellen kann."

Erfolgreicher Onlineshop

Viele bekannte Künstler haben eure Overdrive Straps, zum Beispiel Mitglieder der Bands Queens of the Stone Age, Eagles oder Death Metal, The Smashing Pumpkins, Good Charlotte oder Triggerfinger. Wie seid ihr an diese Künstler herangekommen?

Cissie: „Wir bekamen mal eine Bestellung von einem Jeff aus den USA. Wie immer stellten wir den gewünschten Strap her und verschickten ihn. Anschließend sahen wir, dass dieser Jeff ein Foto von seinem Strap auf Instagram postete und erschraken, wie viele Likes er dafür bekam. Erst da wurde uns klar, dass Jeff der Gitarrist von den Smashing Pumpkins ist. Super cool. Die Künstler kennen sich alle gegenseitig, und so spricht sich das herum. Vor allem durch die Fotos, die die Künstler auf Instagram posten.“

Wie ist es denn so, einen Onlineshop zu betreiben? Was ist das Schönste am Onlinehandel?

Cissie: „Wir dachten, es sei unheimlich befriedigend, mit den eigenen Händen etwas zu machen, alles selbst zu regeln und zu erledigen. Aber das Schönste sind doch glückliche Kunden, das positive Feedback und die Fotos von Leuten, die einfach unheimlich glücklich mit ihrem Strap sind. Toll ist auch, dass man selbst bestimmen kann, was man macht, wie man etwas macht und wann man arbeitet. Will ich einen neuen Stoff kaufen? Eine andere Art von Gurt entwerfen? Man kann sich selbst immer wieder herausfordern und seinen Artikel neuer und interessanter machen. Wir machen auch wirklich alles selbst, einschließlich der Fotos für unseren Onlineshop. Am Anfang habe ich zwar sechs Stunden für die Bearbeitung eines Fotos in Photoshop gebraucht, aber jetzt schaffe ich es schon in einer halben Stunde. Es ist einfach wahnsinnig toll, sich selbst etwas beizubringen und nicht von anderen abhängig zu sein.“

Erfolgreicher Onlineshop

Die Software von CCV Shop ist bekannt für ihre Benutzerfreundlichkeit. Könnt ihr das bestätigen? Wie seid ihr mit CCV Shop zurechtgekommen?

Cissie: „Ich kenne die Software, wie ich bereits sagte, von einem anderen Unternehmen, das auch einen Onlineshop auf der CCV Shop Plattform hatte. Am Anfang habe ich auch die Software von einigen anderen Herstellern ausprobiert, weil ich dachte, dass sie vielleicht besser oder einfacher ist. Dem war aber nicht so, ich fand die anderen Plattformen nur noch komplizierter. Insbesondere die Auftragsverwaltung gefiel mir gar nicht, bei CCV Shop ist das supereinfach. Ich arbeite gerne schnell und effizient und oft auch auf dem iPad. Mit der Software von CCV Shop klappt das prima. Natürlich habe ich auch manchmal mit dem Support zu tun, wenn ich eine Frage habe. Die Mitarbeiter verraten mir dann nützliche Tipps und Tricks, die mir weiterhelfen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Software ist wirklich super.“

Was waren am Anfang die Stolperfallen mit Overdrive Straps und welche Ratschläge habt ihr für angehende Onlinehändler?

„Wir haben jetzt natürlich viel mehr Erfahrung als 2015, als wir anfingen“, berichtet Cissie. „So nach und nach lernt man alles. Ich würde mir im Nachhinein gerne einen Spickzettel schreiben. Wir dachten zum Beispiel, dass wir uns vor allem darauf konzentrieren müssen, neue Kunden zu gewinnen, weil wir nur wenig mit Wiederholungskäufen rechneten. Aber wir haben gerade viele Stammkunden, die öfter einen Strap kaufen. Es ist also wichtig, dass man offen bleibt und nicht zu starre Erwartungen hat. Ein anderer Tipp: Auf die Kundenbindung konzentrieren. Wenn eine Lieferung etwas länger als geplant dauert, dann kümmere ich mich darum und informiere den Kunden. Enttäuschung und Fragen versuche ich zuvorzukommen, indem ich die Sendungsverfolgung genau überwache. So bleiben dem Kunden unangenehme Überraschungen erspart und das wird sehr geschätzt. Das wird mir immer direkt zurückgemeldet, ich merke es aber auch an den sehr wenigen Retouren. Die Qualität der Straps ist wirklich in Ordnung, aber auch die Auftragsbearbeitung und der Kundenkontakt spielen da eine Rolle.“

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